Samstag, 26. Oktober 2013

Ankunft in Madrid (Montag 09.09.2013)

Früh morgens ging es los, Mama, Papa und ich machten uns um halb sechs auf den Weg von Lahnstein nach Frankfurt. Nachdem wir uns nach mehrmaligem Drücken schwerenherzens verabschiedet hatten, war ich froh als ich mit dem Geigen-/Bratschenkoffer und der dicht gepackten Handgepäckstasche gut durch die Kontrolle gekommen bin. So wie viele andere bepackt waren, hätte ich sicher noch ein Kopfkissen unter den Arm klemmen können. Der Flug hatte dann ein wenig Verspätung, aber was zu Essen an Bord, Spinat und Rührei mit Kartoffeln. Und dann konnte ich auch endlich den “Airplane-Letter” öffnen, auf den ich schon so neugierig war! Der kam nämlich am Freitag mi Buchenweg an, ohne Absender, aber die Schrift und die Absende-Postleitzahl ließen mich auf Philipp tippen – und richtig! Das war schön, aber beim Lesen kam dann doch ein bisschen Wehmut auf, dass ich das Semester nicht mit meinen Freunden in Mainz verbringen kann. Aber in einem halben Jahr, habe ich sie ja alle wieder! Außerdem haben ein paar über einen Besuch nachgedacht und wir haben uns vorgenommen zu skypen und regelmäßig zu berichten. Na mal sehen, wie wir das umsetzen!



Nach dem Flug war ich dann aber froh in Madrid angekommen zu sein und konnte nach einigem Warten meinen Koffer entgegennehmen. Die Metro habe ich auch schnell gefunden, Ticket gekauft und losgefahren. Esther, meine zukünftige Mitbewohnerin, die ich heute kennenlernen sollte, hatte inzwischen noch ein paar weitere Informationen zur Adresse geschickt, obwohl ich mir den Weg zur Wohnung auch schon rausgesucht hatte. An der Station „Artilleros“ angekommen freute ich mich mit meinem Gepäck schon über die Rolltreppen, aber am Ende wartete dann doch nochmal eine unrollende Treppe. Glücklicherweise kam mir aber eine nette Spanierin auf dem letzten Viertel zu Hilfe. Nach kurzer Orientierung stapfte ich dann also los in Richtung Wohnung und traf auf dem letzten Stück auf Esther – woran sie mich nur erkannte!? Naja, das Gepäck war wohl doch nicht so ganz unauffällig.. Den Koffer schleppten wir dann gemeinsam in den dritten Stock und ich konnte mich in meinem Zimmer einrichten.
 
 

Danach zeigte mir Esther die vier Ecken mit Metrostation, Bushaltestelle, Einkaufsmöglichkeiten (Dia, Lidl), Apotheke... Mit etwas Grundlegendem zu Essen konnte ich mich dann bei unserem Einkauf eindecken (z.B. mit dem „auténtico Mehrkornbrot“) und zu Hause haben wir direkt schonmal das Abono für Metro und Bus bestellt. Mal sehen, ob es an der Hochschule einen Fahrausweis für Stundenten gibt, das erfrage ich in den nächsten Tagen, wenn ich der Hochschule einen Besuch abstatte. Mal schauen, ob schon jemand dort arbeitet...



Nachdem ich mit der Heimat geskyped hatte fiel ich dann müde ins Bett. Was ich in den nächsten Tagen erledigen will, kann ich mir morgen immernoch überlegen.

Ich bin aber sehr gespannt auf die Zeit hier in Spanien, im Moment sind alle möglichen Gefühle dabei: mulmig, fragend, fröhlich, gelassen, offen, neugierig...

Aber das Tolle ist: Ich kann nur an Erfahrungen reicher werden und vielleicht auch mal Dinge tun, zu denen ich sonst nicht oft komme. Und die Zeit wird wahrscheinlich schneller vorbeigehen, als ich denke! Mal gespannt, wie es wird. Aber jetzt: Buenas noches, hasta mañana!

 

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