Freitag, 7. März 2014

Man soll gehen, wenn's am schönsten ist (Mo, 03.03. und Di, 04.03.2014)

Montag:
Mein letzter Tag vor der Abreise steht an.
Heute machte ich mich nochmal auf den Weg zur Hochschule, wo ich meine Dokumente abholen konnte.
In der Stadt verabschiedete ich mich dann vom Madrider Bären. Vielleicht kann ich ihn ja mitnehmen...?





Und schaut mal: ihr ward doch tatsächlich auch da!


Zu Hause packte ich dann alle sieben Sachen ein und kam mit dem Gewicht genau hin, super!

Gerade blieb noch Zeit, den Apfelstudel zu backen, den ich auf den Abschiedsabend mitbringen wollte und dann machte ich mich dorthin auch schon auf den Weg.
Die Bar war wirklich sehr gemütlich und es war ein schöner Abend. Anna brachte mir sogar noch das mit, was ich in der Pastelería noch probieren wollte, aber leider nicht mehr konnte und deshalb auf meinen nächsten Besuch in Madrid verlegt habe (Neapolitano de Crema). Hmm, auch gut, so suche ich mir beim nächsten Mal was Neues aus!
 
Zum Abschied noch einen chupito "Crema de Rubaviejo", lecka...
 

... und einen Abschiedskuss:



















Esther und Meriem hatten eine Collage von unseren Bildern vom Wochenenden zusammengestellt (ähnlich wie ich für Roxani), schöön.
Zuhause freuten sie sich auch sehr über die deutschen Songs und wir verabschiedeten uns schon, da die beiden sehr früh am Morgen los mussten und nicht klar war, ob wir uns noch sehen. Aber wir nahmen uns vor, über Skype und Whatsapp Kontakt zu halten, so kann ich auch noch ein bisschen das Spanisch behalten hoffentlich...
 


Dienstag:
Am nächsten Tag packte ich also noch die letzten Sachen ein und machte mich auf den Weg zum Flughafen. Nun trat ich also tatsächlich die Heimreise an, ist schon ein bissche komisch, die Zeit verging so schnell.


Am Flughafen hatte ich dann noch die Befürchtung, ob mit den Gepäckstücken alles in Ordnung geht, da die Frau am Schalter meinte, ich hätte eins zu viel. Aber es hat dann doch alles gut geklappt und ich hatte eine gute Reise nach Deutschland.














Dort wurde ich dann am Flughafen von Mama und Papa mit einem Schild herzlich begrüßt, das war schön. In Lahnstein konnte ich dann auch Annette und Holger drücken, die selbst vor ein paar Stunden aus Zürich vom Besuch bei Daniel wiedergekommen sind, sowie Jakob und Marlene schlafend sehen, die beiden kann ich morgen begrüßen.
Zuhause waren noch ein paar Begrüßungsschilder aufgehängt, das war toll, und wir erzählten den ganzen Abend, bis wir um Mitternacht Daniel zum Geburtstag beglückwünschen konnten.

Am Mittwoch habe ich dann meine Taschen und Koffer auspacken können, aber noch ist nicht alles an seinem Platz, das dauert noch. Und dann endlich kamen Jakob und Marlene und ich hörte im Flur schon "Ja wo ist die Sarah nur!?". Wie schön, mein Patenkind wieder in die Arme schließen zu können.

Nächste Woche geht es dann auch nach Mainz, um dort mein Zimmer wieder einzuräumen und ich freue mich schon auf euch, mis amigos!!

 
Jaja, so ist das. Jetzt ist doch tatsächlich das halbe Jahr Auslandssemester rum. Das ging ja wie am Anfang schon vermutet ziemlich schnell...
Es war wirklich eine tolle Zeit und ich bin dankbar, dass ich so viele schöne Momente erleben und so viele Erfahrungen machen konnte.
Deshalb bin ich natürlich ein bisschen traurig und würde auch noch ein bisschen bleiben. Andererseits freue ich mich auch schon auf die Dinge, die in der nächsten Zeit anstehen und auf meine Familie und Freunde.
So ist die Zeit eigentlich genau richtig gewesen, nicht zu lang und nicht zu kurz, denn wie heißt es so schön, man soll ja gehen, wenn es am schönsten ist, und ich glaube, das war alles genau richtig so.
Da bleibt mir nur noch einem zu danken, der immer da ist und mich beschützt. Danke für alles. Ich kann mich wirklich glücklich schätzen, die Möglichkeit zu haben, so eine tolle Zeit erleben zu können und bin so froh, dass es so schön war.


Es war einfach: "Immprresionannte"! Bis zum nächsten Mal, Madrid!


Donnerstag, 6. März 2014

Carnaval en Madrid (Sa, 01.03. - So, 02.03.)

Am Samstag traf ich mich mit Anna, um einen Cache zu suchen, wobei wir im Literatenviertel (Barrio de las letras) ständig die Worte der Bodeninschriften zählen mussten.


Dabei entdeckten wir folgendes: (auf dem Zettel steht: "Ich bin ein Baum, kein Aschenbecher").


Nach erfolgreicher Suche (leider nicht beim zweiten Cache) besuchten wir wiedermal "meine" Pastelería.


Eigentlich wusste ich schon ganz genau, was ich essen wollte, allerdings gab es etwas neues: Torijas. Später erklärte mir Esther, das dies in der Osterwoche als Spezialität verkauft wird. Naja, sie scheinen ja jetzt schon damit anzufangen.
Das teilten Anna und ich uns und wie nicht anders zu erwarten, was es sehr lecker. So blieb doch noch Platz für den Neapolitaner (de Chocolate), boah, auch superlecker.











Bevor ich den Nachhauseweg antrat konnte ich mich noch vom Plaza Mayor und dem Mercado San Miguel und den Ortschaften drumherum verabschieden und als ich Abends nach Hause kam, traf ich Esther und Meriem auf der Couch im Wohnzimmer an und fragte gleich nach dem Kuchen, den Meriem backen wollte für Esthers Geburtstag, denn sie hatte vorher schon immer davon gesprochen, dass sie sehr neugierig ist, ob auch alles klappt. Sie meinten, nun da ich da war, könnten wir ihn anschneiden und probieren.




















Während des Kuchenessens (sehr gelungen) meinte Meriem, dass es ja eigentlich Karneval ist und sie sich gerne verkleiden würde. Kurzum schnappte ich mir einen Schminkstift und malte ihr ins Gesicht. Da Esther nun auch eine Verkeidung wünschte und die Beiden ihre Sammlung an Schminkstiften ausgruben, damit wir mehrere Farben haben, wurde daraus dann doch eine kleine spontane Karnevalsfeier, denn zu guter Letzt wurde ich auch bemalt.



Da die Masken ja nicht direkt wieder abgeschminkt werden sollten, machten wir einige Fotos drin sowie draußen, denn Meriem meinte, die Gesichter könnten doch nicht nur im Haus bleiben.
Wir hatten auf jeden Fall unseren Spaß!











 Am Schluss mussten wir uns nur leider wieder abschminken...


Am Sonntagmorgen ging ich ein letztes Mal in die deutsche Gemeinde zum GoDi und danach wollten Esther, Meriem und ich unser Multikulti-Essen machen. Wenn auch schleppend gab es dann spanische Tortilla und deutsche Reibekuchen mit Apfelmus.











Später konnte ich dann den Blog noch ein bisschen aktualisieren und das Abschiedsgeschenk für die Beiden fertigstellen. Sie sollen eine CD mit deutschen Liedern bekommen und dazu ein Heft mit den Songtexten dazu.

Dienstag, 4. März 2014

Schwerer Donnerstag (Mo, 24.02. - Fr, 28.02.)

Am Montag hatte ich meine letzte Klasse "Música de tradición oral" (spanische Folklore), denn dann habe ich auch dort die Stundenzahl zusammen. Das wäre ja eigentlich wie bei den anderen Kursen viel früher so gewesen, wenn der Dozent nicht in Rente gegangen wäre... Aber die Geschichte kennt ihr ja.
Durch die Unterschrift dort, habe ich nun auch alle Dokumente vollständig, sodass ich sie im Studienbüro abgeben kann, damit mein Transkript of Records erstellt werden kann. Allerdings konnte ich das heute noch nicht tun, da dort schon alle ausgeflogen sind. So bin ich dann also

am Dienstag noch einmal hingefahren. Bevor ich nach Hause fuhr, denn Meriem, Esther und ich hatten heute vor, einen Cache zu suchen und danach ein gemeinsames multikulturelles Abendessen zu kochen (spanisch, deutsch, marokkanisch), habe ich mich in ein Viertel in der Nähe der Hochschule begeben, um zu schauen, ob ich einen schönen Ort finde, wo wir uns für meine Despedida (den Abschiedsabend) treffen können. Genauer gesagt hatte ich auch schon eine Bar im Kopf, die ich in den ersten Wochen meiner Ankunft in Madrid schon entdeckt hatte. Insgesamt finde ich dieses Viertel sehr schön, entspannt und gemütlich mit schönen Ecken, weshalb ich es deshalb eigentlich ganz passend erschien.










Bei meiner Ankunft bei unserem Treffpunkt, stellten wir dann fest, dass es ein Missverständnis war, irgendwie hatten wir uns da falsch verstanden und noch dazu kam, dass Meriem so viel neue Arbeit für den nächsten Tag bekommen hatte, dass wir doch nicht den Cache suchten und nicht unsere "Cena" machten, sondern dies auf Donnerstag verschoben. Das ist vielleicht auch ganz gut, dann werde ich abgelenkt und getröstet von meinem letzten Unitag :-).
So habe ich dann also ein bisschen weiter auf dem Blog schreiben können und im Internet noch einmal nach Örtlichkeiten für meine Despedida schauen konnte. Aber im Prinzip blieb es dann doch bei der ursprünglichen Idee und ich konnte meinen lieben Leute

am Mittwoch dann die Mail schicken, wobei mir Esther noch bei einer Übersetzung geholfen hat - warum ich auch unbedingt ein Sprichwort einbauen musste. Naja, auch spannend. Später noch einen Kuchen für morgen backen, ojeoje ich will mich gar nicht verabschieden.

Am Donnerstag war es dann soweit und ich wurde an meinem Lieblingstag in meinen Lieblingskurses ganz lieb verabschiedet. Gott sei Dank war es nicht ganz soo schlimm und ich hoffe, dass der Abschied nur auf Zeit ist. Meinen Dozenten konnte ich noch mit einigen Frage löchern, die mir noch blieben, auch zu unserem Gespräch von letzter Woche, und auch das verhieß, dass wir in Kontakt bleiben und ich ihm auch gerne noch schreiben kann. Das ist total schön und es ist toll, so nette Leute hier kennenlernen zu haben. Eigentlich fragte ich ihn letzte Woche nach dem Notenheft, was er für seine Tochter geschrieben hat, für die Anfänge des Geigenlernens, um es mir mal anzuschauen, aber heute meinte er, als er es mir in die Hand drückte: "No, no, es para ti! Un regalo!" ("Nein, nein, das ist für dich! Ein Geschenk!") - total cool.


Anschließend konnte ich in der Bar (die nun geöffnet hatte) abklären, dass wir am Montag für die Despedida kommen. Ich dachte schon, ich wäre spät aber, zu Hause traf kurz nach mir Meriem ein und Esther hatte es vergessen, dass wir unser Kochen auf heute verschoben hatten. Jajaja, die Spanierin... Kurzum machen wir es also am Sonntag zum Mittagessen - ich bin gespannt, ob wir es tatsächlich noch vor meiner Abreise schaffen. Nun gut, die Kartoffeln sind schon geschält für Sonntag und das Apfelmus gekocht - na, was meint ihr gibt das!?

Am Freitag konnte ich mich mal wieder dem Blog ein wenig widmen und das Geschenk von Esther basteln, denn sie hat morgen Geburtstag. Da sie im Moment einen Englischkurs macht und im Mai eine offizielle Prüfung anstrebt, dachte ich mir, ein bisschen was lustiges auf Englisch für Zwischendurch ist doch auch ganz nett und erstellte ein kleines Comicheft aus Cartoons von den Peanuts. Am Abend waren wir auch so lange auf, dass Meriem und ich ein Geburtstagslied auf spanisch, deutsch, englisch, arabisch und französisch sangen. Da vom Donnerstag noch ein paar Kuchenstücke übrig waren, bekam Esther eins davon mit einer Kerze überreicht und freute sich total über das kleine Heft.