Nach Toledo im letzten Jahr, besuchte ich dieses Wochenenden die zwei anderen historischsten Städte Spaniens: Segovia und Avila. Nahe bei Segovia liegt La Granja, das als spanisches Versailles gilt. Die beiden besuchten wir also am Samstag und Avila am Sonntag.
Am Samstagmorgen steuerten wir also zunächst Segovia an und trafen als erstes (nachdem uns die nette chica am Touristenschalter ein paar Kreise in die Karte gemalt hat, das machen die da ja so gern...) auf das Aquädukt. Boah, ich hab ja davon gelesen und Bilder gesehen, aber dass es soo groß ist...
Die Legende über das Aquädukt haben wir bei der Suche nach einem Cache erfahren, den wir auch ganz in der Nähe fanden.
Die ganze Stadt gibt durch ihre Gebäude ein historisches Flair. Wir schlängelten uns durch die Straßen und entdeckten viele Gebäude und Kirchen.
Hier z.B. eins, das aussieht wie eine Burg, allerdings eine moderne Garage hat...
Auch in Segovia gibt es natürlich, wie in bisher jeder besuchten Stadt in Spanien, eine Kathedrale. Ebenfalls sehr imposant.
In dessen Nähe machten wir unsere gemütliche Mittagspause und fanden doch tatsächlich dort auch den zweiten Cache.
Dann ging es zum Alcazar, der Burg oder dem Schloss von Segovia. Herrlich, er sieht wirklich toll aus, von innen sowie von außen. Da hat man richtig ritterliche Atmosphäre.
Am Nachmittag fuhren wir dann nach La Granja und besuchten dort den Palacio Real (Königspalast), der früher als Sommerresizenz der Könige verwendet wurde, mit seinen Gärten. Den Vergleich zu Versaille finde ich berechtigt.
In den Gärten machten wir uns auf die Suche nach dem nächsten Cache. Dieser war ein Multicache und wir wurden durch das Lösen der Rätsel durch die Parkanlage geführt. Allerdings hatten wir durch die Witterung einen zusätzlichen Schwierigkeitsgrad, denn die Figuren, von denen wir einige identifizieren sollten, waren in eine Hülle eingepackt und wir konnten nicht auf den ersten Blick sehen, welchen Namen die Person trägt oder wie viele Seiten das Instrument hat, das eine von ihnen spielt...
Der Weg der Rätsel führte uns an einem anderen Cache (ohne Rätsel) vorbei, den wir geborgen haben.
Letztendlich konnten wir auch den Multicache nach ein wenig Rechnerei heben in der Nähe eines Sees, der gerade durch das Licht einen tollen Ort abgab.
Dann machten wir uns auf den Weg zum Ausgang, doch irgendwie kam uns der Park schon ziemlich leer vor und wir fragten uns, ob es wohl eine Schließzeit gäbe. Am Ausgang angekommen stellten wir dann fest, dass es diese tatsächlich gibt und wir nun festsaßen.
Zum Glück konnten wir einige Passanten außerhalb des Tores (die wollte gern noch rein und sich den Park angucken - scheinbar sind wir nicht de Einzigen, die von den Schließzeiten nichts wussten) herbeiwinken und beauftragen, am Eingang nachzufragen. Die machten dann auch ihre Späße mit uns ("jaja, die lassen jeden Tag zwei Personen drin und lassen dann Löwen hinein..."). Letztendlich kamen denn die Aufpasser mit dem Auto seelenruhig angefahren und ließen uns hinaus. Vorher hatten wir dieses Auto schon am See in der Nähe des Caches gesehen und als wir dann am verschlossenen Ausgang waren zugewunken als es vorbeifuhr - die machen ja scheinbar ihren Job gut... Aus dem Park entlassen beeilten wir uns dann zur Bushaltestelle und waren froh, den Bus noch gut zu bekommen sowie den Anschluss nach Madrid.
Am nächsten Tag fuhren wir dann also nach Ávila.
Bevor wir in die historische Stadt, um ringt von den gut erhaltenen Stadtmauern (sollen eine der besterhaltensten in Spanien sein) eintraten, besuchten wir die Statue von Jimena Blasquez, die als Retterin von Ávila gilt und deren Legende uns der Cache erzählte, den wir auch erfolgreich fanden.
Überall trafen wir auf Störche, die ihre Nesten beklapperten. Rechts der Plaza de Santa Teresa o El Grande mit der Kirche Iglesia de San Pedro (erste Pfarrkirche Ávilas).
Die Stadtmauern waren sehr imposant und geben gleich ein historisches und ritterliches Flair. Am Stadttor trafen wir auch schon auf Theresa von Ávila (Teresa de Jesús), die hier geboren ist und gelebt hat und dessen Spuren wir am heuten Tage noch verfolgen werden.
Basilica de San Vicente und noch viele andere Kirchen, wie Iglesia de San Juan, in der die hl. Theresa getauft wurde, das Kloster Monasterio Santa María de Gracia, wo sie erzogen wurde, das Kloster Monasterio de José, das Theresa gründete, Kloster Santo Tomás.....
Natürlich gibt es auch hier eine Kathedrale. Ihr Chor ist in die Stadtmauern eingebaut.
Hier der Torreón de los Guzmanes, der schönste Turm Ávilas, nur leider durfte man nicht hoch, mit dem Monument San Juan de la Cruz davor; und der Plaza del Mercado Chico.
Unsere Mittagspause mit herrlichem Wetter und schönem Picknickort. Leider immernoch ziemlich windig. Generell war das Wetter super mit strahlend-blauem Himmel und Sonnenschein, nur da weht ein Wind!! Da musst du aufpassen, nicht weggeweht zu werden, das machte die Sache dann wieder kalt.
Die Calle de Alemania fanden wir sogar! Und rechts das Convento de Santa Teresa, Kloster, das auf dem Grundstück des Geburtshauses von Theresa errichtet wurde (üüberall isse, die Theresa...).
Dann machten wir uns auf den Weg ein wenig außerhalb der Stadtmauern zum Aussichtspunkt "Cuadro Postes" (die vier Nachtische?!? - nee, die vier Pfosten).
Dort fanden wir auch einen weiteren Cache. Lustig, da ein Grüppchen in die Richtung ging, als wir die Aussicht genossen, dachten wir schon, ob sie vielleicht auch den Cache suchen (weil es da in die Richtung sonst nichts zu sehen gibt). Als wir dann auch den Weg einschlugen, kamen sie uns entgegen und meinten "No se ve nada..." (Da sieht man nix...). Ok, die haben wohl nicht den Cache gesucht. Wir waren aber erfolgreich: "Si, puedes ver algo!" (Doch, du kannst was sehen!).
Auf dem Weg mal wieder die tollen Stadtmauern:
Dann schauten wir uns das Monasterio de la Encarnación an, das Kloster der barfüßigen Karmeliterinnen, in dem Theresa 30 Jahre lang lebte und in den letzten beiden Jahren auch ihr männliches Pendant San Juan de la Cruz. Es leben hier immernoch 30 Nonnen, die jüngste 26 und die Älteste 98.
Was machten wir natürlich auch hier? Einen Cache suchen - und finden!
Nun ging es auf den Rückweg, kamen wir wieder an den tollen Mauern vorbeikamen (ok-ok, es ist jetzt das letzte Bild) und wollten nun die "Yemas de Santa Teresa de Ávila" probieren. Das soll hier die Spezialität sein und gibt es alle paar Meter in einer Bäckerei oder einem Café zu finden. Sie bestehen aus gezuckertem Eigelb und schmecken einfach nur süß.
Auf dem Weg zum Bus wieder an der Ruine Restos del Convento de los Jerónimos mit den Storchennestern vorbei und an einem Gebäude, das mich ein bisschen an die Stätte einer Gelehrtengilde von Wissenschaftler erinnert - zu viel Seven Wonders und Die Legenden von Andor gespielt...

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