Komischerweise
fängt die Hochschule erst am Dienstag mit dem Semester an. Nachdem
ich Anna morgens verabschiedet hatte, fuhr ich an die Hochschule, um
zu versuchen, doch einem weiteren Kurs noch teilzunehmen. Von
„Alexandertechnik“ habe ich nämlich bisher nur gehört und
wollte mal wissen, was das so ist. Tatsächlich konnte ich doch noch
zum Kurs hinzustoßen, auch wenn die Gruppe eigentlich schon voll war
(Vielleicht liegt es wieder am Erasmusbonus!?). Ein bisschen geübt,
stattete ich dem Studienbüro mal wieder einen Besuch ab, weil ich
gehört hatte, dass der Kurs „Geschichte des Flamenco“ nicht
stattfinden soll. Und da ich sonst heute zum Kurs müsste, wollte ich
das doch schon vorher wissen. Dort bekam ich dann tatsächlich die
Aussage, dass der Kurs nicht stattfindet, weil der Professor Ende
Oktober pensioniert wird und weil sie den Kurs nicht zwingend
anbieten müssen, da er optional ist. Den anderen Kurs den der
Professor anbietet wird dann von einem anderen übernommen werden
(hoffen wir's). Nun erschien ich beim nächsten Kurs, der auf meinem
Stundenplan eingeplant war, allerdings war kein Dozent in Sicht. Nach
Nachfrage im Studienbüro, erhielten wir (2 andere Studenten waren
auch noch da, darunter auch die andere deutsche Erasmusstudentin) die
Aussage, dass dafür noch kein Dozent vorhanden ist. Aha. Dann warten
wir wohl darauf, über Aushänge darauf hingewiesen zu werden, wenn
es jemanden gibt. Danach war es doch schon soweit, dass die Zeit
erreicht war, in der normalerweise der Flamencokurs stattfinden
würde, also dachte ich, frage ich dort einfach auch nochmal direkt
den Professor selbst, falls er da ist. Das war er und bestätigte mir
die Aussage. Allerdings pries er mir einen anderen Kurs an von dem
Professor, der sich vorher mit ihm im Gespräch befand. Nun gut,
wenigstens hatte ich die Ausrede, dass ich zu der Zeit schon einen
anderen Kurs hatte, und leider nicht beim gregorianischen Gesang
teilnehmen kann... Dafür unterhielt ich mich noch nett mit den
Zweien und der Professor spielte noch die deutsche Nationalhymne auf
dem Klavier. Ok, dann will ich das mal als Willkommensständchen
deuten. Danach fand ich in der Stadt endlich nach langer Ausschau
Blockblätter, die nicht so dick und teuer sind, allerdings keine
blaue Tinte, dafür aber einen Tintenkiller, den ich vorher nirgens
finden konnte. Die schreiben wohl nicht so mit Füller? Esther war
auch über das Tintenkiller-System überrascht. Zuhause berichtete
Anna, dass sie gut wieder angekommen ist (irgendwie komisch, dass sie
wieder in Deutschland ist, aber ich noch hier...) und mit Mama und
Papa konnte ich ein bisschen weiter wegen ihrer Unterkunft für ihren
Besuch im November schauen. Vom Sprachkurs erhielt ich dann auch eine
Nachricht, Level A2 hört sich doch nicht schlecht an für mein
wieder ausgekramtes Spanisch.
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