Erst
ging es zum schon bekannten Professor, um mich in den Kurs
„Geschichte des Flamenco“ einzutragen, das war ja zum Warmwerden
erstmal eine leichte Übung, ich hatte das ja schon mit ihm
abgesprochen. Danach habe ich mit der Beschreibung von ihm den
nächsten Raum gut gefunden und fand mich in der größten Aula der
Hochschule wieder, mit ziemlich vielen Studenten. Wie es der Zufall so
wollte kam ich gleich mit meiner Nachbarin ins Gespräch, sie ist
auch eine Eramusstudentin, kommt aus München, studiert in Salzburg.
Aha, es gibt tatsächlich andere Erasmusstudenten. Und dann auch noch
aus Deutschland, lustig. Wir hörten uns den ziemlich langen Vortrag
des Professors für den Kurs „Yoga für Musiker“ an, der einen
leichten homöopatischen Touch hat, na mal sehen, wie der Kurs so
wird. Irgendwo eintragen konnten wir uns noch nicht, wir sollten
einfach nächste Woche zum ersten Kurstermin kommen. Schnell zum
nächsten Treffen. Für den Kurs „Improvisation in populärer
Musik“ konnte ich kurz mit dem Dozenten sprechen, die meisten
Studenten waren schon weg, und war auch dort eingetragen. Nagut, dann
versuche ich es doch schnell noch bei dem Kurs, dessen Treffen um die
gleiche Uhrzeit stattfand, „Filmmusik“. Dort konnte ich mit meinem
Erasmusstudentenstatus punkten, denn eigentlich war der Kurs schon
voll, obwohl zwei Zeiten angeben waren. Zu einer der Zeiten lag aber
ein anderer Kurs, den ich gewählt hatte, dessen Treffen aber noch
nicht stattgefunden hat. Nach meiner Erklärung und dem Argument,
dass ich ja nicht das ganze Jahr da bin, fand sich noch ein Platz im
Kurs, wie schön! Mit einer kleinen Durchatempause gings dann noch
zur Einschreibung in den Kurs „Geschichte, Stile und Analyse des
Jazz“. Der Professor erkannte mich gleich wieder (wusste sogar
meinen Namen noch), denn er war der gleiche, der mich eben zum
Filmmusik-Kurs eingetragen hatte. Während des Notierens meiner
E-Mail-Adresse schaute er irgendwann auf und fragte: „Hobbies?
Lieblingsessen? ...“ und lachte, da sie ziemlich lang war und
wenige spanische Wörter enthielt. Fängt ja schonmal mit Humor an,
find ich gut.
Nachdem
ich mich also tatsächlich erfolgreich in ganze fünf Kurse
eingetragen hatte, besuchte ich später den Gruppenunterricht über
allgemeine Technik in Bratsche und machte mich danach zur
Sprachschule auf. Dort konnte ich einen Test machen, um
herauszufinden, auf welchem Niveau ich Spanisch beherrsche und ein
bisschen Konversation betreiben, war insgesamt ein netter Abend. Auf
dem Weg entdeckte ich die „Jakobstreppe“:
Scheint wohl ein Café zu sein.
Später
zuhause schrieb ich noch mit Anna, um noch die letzten Details für
den morgigen Tag zu klären, denn sie kommt ja für fünf (fast
sechs) Tage hierher! Da freue ich mich schon drauf.

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