Heute morgen stellte sich das Gefühl
wieder ein und ich war ziemlich verzweifelt, weil sich mir die Frage
stellte, warum ich eigentlich hier bin und wie ich auf die Idee mit
dem Auslandssemester überhaupt gekommen bin. Wirklich sehr
merkwürdig. Es kam mir so vor, als hätte ich das fremdgesteuert
geplant, organisiert, mich beworben, alles vorbereitet usw. Und jetzt
bin ich plötzlich da und mache mir erst jetzt Gedanken darüber, ob
ich denn ein Auslandssemester machen möchte...
Eigentlich macht man ja ein
Auslandssemester, weil man sich für eine bestimmte Sache oder
spezielle Kurse interessiert, weil es das nicht an der eigenen Uni
gibt. Das ist ja bei mir nicht so (sonst hätte ich eine andere Uni
ausgewählt...) ich wollte ja nach Spanien, um die Sprache besser zu
lernen. Deshalb hatte ich das Gefühl, das Studium an der Hochschule
ist nur Mittel zum Zweck, was mich ein wenig unzufrieden machte. Denn
die Dinge, die ich unimäßig für mich und meine nächsten Semester
machen will (Schupra, Geige..) kann ich auch zu Hause machen, da muss
ich nicht unbedingt in Spanien sein. Und in Mainz könnte ich die
Seminare mit meinen Freunden zusammen belegen und die Prüfungen
zeitgleich machen und nicht erst später... Nunja, da hatte ich ganz
schöne Zweifel, ob ich hier bin, weil ich gehört hatte, dass es
bestimmt eine tolle Erfahrung wäre, oder weil ich es selbst will.
Auch wenn es schwer war, sagte ich mir
aber alle paar Minuten. “Jetzt wart doch erstmal ab”. Denn ich
kenne die Kurse und die anderen Leute an der Hochschule ja noch gar
nicht und ich denke, dass es anders ist, wenn alles organisiert ist
und das Semester erstmal begonnen hat.
Die Unterstützung von zu Hause ist auf
jeden Fall großartig, das skypen tat gut.
Danach raffte ich mich doch noch auf,
und überlegte, was ich noch machen könnte, nachdem eine Bewerberin
für das dritte Zimmer in unserer WG zu Besuch war, und entschied
mich, den Sonnenuntergang beim Templo de Debod anzusehen. Vorher kam ich am Plaza de Espana vorbei, auf dem das Monument des Cervantes steht mit Don Quijote, Sancho Panza und hinter ihnen ihr Autor Cervantes.
och menno, jetzt ist schon wieder Ende Gelände, ich war grad so schön am lesen und hätte jetzt gerne noch weitergelesen. Na dann eben das nächste Mal.
AntwortenLöschenKannst oben weiterlesen, hast du nur noch nicht gesehen! :-)
LöschenCoole Fotos! Also eher warm so schön sonnenuntergangig.
AntwortenLöschenJa, das ging noch mit T-Shirt. Inzwischen ist es richtig Winter :-).
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